Anja Röhrich

Anja Röhrich ist eine freie Fotografin, die durch ihre Fotos auf deviantart.com bekannt wurde. Sie fotografiert seit drei Jahren und das ausschließlich digital. Was für einige Fotografen ein Traum ist und bleibt, will sie umsetzen: Sie möchte in die USA auswandern und dort als Fotografin arbeiten.

 

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Foto: Anja Röhrich

Wie bist du zur Fotografie gekommen und welche Technik nutzt du?

Ich habe mich schon immer für Modezeitschriften und Webdesign interessiert. Ich fing an meine natürlich ganz einfachen Homepages mit solchen Bildern zu schmücken und beschloss irgendwann, die Bilder selbst zu machen. Also fing ich an, mit einer Digitalkamera rumzuknipsen, spielte viel mit Licht rum und so ging alles los. Ich fotografiere ausschließlich digital, seit insgesamt nun drei Jahren.

 

Du fotografierst hauptsächlich Fashion-Porträts, oder? Machst du das Ganze rein als Hobby?

Daran habe ich jedenfalls die meiste Passion. Ich mag jedoch auch konzeptionelle Sachen sowie Städteporträts. Momentan ist es mehr oder weniger nur ein Hobby und einfach Leidenschaft. Langfristig gesehen, würde ich es natürlich sehr gerne beruflich machen, weiß aber, dass ich noch sehr viel dazulernen muss.

 

Was machst du denn, wenn du mal nicht den Auslöser betätigst?

Momentan plane ich meinen Aufenthalt in den Staaten, wo ich vorhabe, langfristig auch zu leben. Da es dieses Jahr noch losgehen wird, verbringe ich meine restliche Zeit sehr viel mit meiner Familie und Freunden. Beruflich habe ich noch bis vor einem Monat in einer offenen Ganztagsschule gearbeitet, habe aber bezüglich meines USA-Aufenthalts aufgehört.

 

Wie bereitest du ein Shooting vor? Machst du dir schon Tage vorher darüber Gedanken und suchst Locations oder versuchst du alles halbwegs spontan zu erledigen? Arbeitest du mit Assistenten?

Das kommt immer ganz darauf an. Oft habe ich die Ideen schon wochenlang im Kopf, aber manchmal ergeben sich dann einfach auch spontane Shooting-Ideen. Meistens arbeite ich alleine, für aufwendigere Ideen jedoch habe ich meistens eine Assistentin dabei.

 

Aufwändige Ideen bezüglich des Stylings oder des kompletten Shootings? Machst du das Styling selbst oder hast du speziell eine Visagistin dafür?

Das Styling übernimmt eigentlich meist 60 Prozent der eingeplanten Zeit in Anspruch. Aber unter aufwendige Ideen fallen auch die Shootings mit Tieren oder Ähnlichem. Momentan mache ich noch alles selbst, mit einer Visagistin ist natürlich vieles leichter. Allerdings muss man natürlich eine Person finden, die deine Idee so visuell umsetzt wie sie in deinem Kopf ist. Ich denke, das kann nicht jeder, deswegen mach ich es vorerst noch selbst.

 

Was für Equipment benutzt?

Seit einigen Wochen bin ich stolze Besitzerin der Canon 5D Mark II. Eigentlich halte ich alles recht simpel: Die meiste Zeit arbeite ich mit meinem 50mm 1:1,4, einfach ein super Objektiv. Ich habe aber auch noch ein Weitwinkel- sowie ein Zoom-Objektiv in meinem Equipment. Irgendwelche Reflektoren oder Ähnliches nutze ich nicht, ich finde, das ist rausgeschmissenes Geld.

 

Wenn du keine Reflektoren oder Ähnliches benutzt, musst du viel Zeit in die Bildbearbeitung stecken, oder? Womit bearbeitest du deine Bilder und wie sehen deine Standard-Arbeitsschritte aus?

Naja, viel ist relativ. Es gibt halt Fotos, die man viel bearbeiten muss und einige weniger. In der Regel überarbeite ich die Haut sowie Farbänderungen, wenn sie mir noch nicht hundertprozentig gefallen, füge noch Highlights und eventuelle Schatten hinzu und das war’s.

 

Und ich nehme mal an, das alles wird per Photoshop realisiert, oder?

Ja, klar.

 

Lieblingsbild von Anja Röhrich

 

Was ist dein absolutes Lieblingsfoto, das du selbst geschossen hast und warum?

Dieses hier (siehe oben). Für mich persönlich stimmt einfach alles. Das Model, das Make-Up und der 1,95 Euro teure Vogel von Douglas. Abgesehen davon, war es ein super lustiger Tag und das Foto ist haargenau meinen Visionen gerecht geworden.

 

Was fasziniert dich an der Fotografie am meisten?

Das Grenzenlose. Es wird immer Ideen geben, die man verwirklichen kann, wenn man nicht sogar komplett sich selbst in seinen Werken verwirklicht. Ich liebe es, meine Persönlichkeit durch meine Fotos auszudrücken und dies ebenfalls bei anderen Künstlern zu sehen.

 

Was hat dir besonders dabei geholfen, dich weiterzuentwickeln? Zählst du auf Fachbücher
oder bestimmte Internetseiten?

Auf keinen Fall. Es ist alles „self tought“, es zählt praktisch das Motto „Übung macht den Meister“. Und ja, so ist es letztendlich auch bei mir gewesen. Ich habe mich durch reines Üben an Klienten weiterentwickelt.

 

Was sind deine Ziele als Fotografin? Willst du in den USA ein eigenes Fotostudio eröffnen oder in einer Agentur arbeiten?

Ich würde gerne als freiberufliche Fotografin für Agenturen und Magazine arbeiten. Natürlich ist das ein großer Traum, aber ich halte mir immer vor Augen: „Wieso sollte nicht auch ich mal Glück im Leben haben?“. Ich denke, man sollte nie die Hoffnung aufgeben, natürlich muss ich sehr viel dazulernen, aber ich gebe nicht auf. I will follow my dream.

 

Anja Röhrichs Portfolio: www.xxchange.net