Elena Maschke
Die 24-jährige Elena Maschke hat sich nach dem Abi entschlossen ihrem Hobby nachzugehen und macht zurzeit eine Ausbildung zur Fotografin im Oberbergischen. Sie interessiert sich besonders in ihrer Freizeit schon seit längerem mit der People- und Fashionfotografie. ,, in der Fashionfotografie ist alles erlaubt, was einem irgendwie gefällt, was auffällt und was in einer medialen Flut von Bildern im Gedächtnis bleibt ´´ Für sie geht es auch nicht ausschließlich um das Ablichten von Designerstücken, sondern darum, Emotionen zu transportieren und dem Betrachter einen Blick hinter die Idee zu geben. Nach ihrer Ausbildung möchte sie zunächst als Freie Fotografin arbeiten und so ihren eigenen ausgewählten Weg gehen.




Du bist jetzt 24 – ein gutes Alter für die Fotografie! Wann hast du damit angefangen und wie kam es dazu?
Angefangen hat alles in meiner Kindheit durch meinen Vater, der mir von klein auf gezeigt hat wie toll es ist Emotionen auf Bildern einzufangen. Die Fotografie war immer ein Hobby von mir, bis ich irgendwann die Idee hatte eine Bewerbung an ein Portrait – Studio zu schicken. Einige Wochen später hatte ich dann meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben und begann einen anderen Weg zu gehen.
Hast du dich auch theoretisch mit der Fotografie beschäftigt? Oder bist du gleich in das Praktische übergegangen?
Das einzige was ich am Anfang in der Theorie wissen wollte ist, wie ich Manuel mit meiner eigenen Spiegelreflex umgehe. Angefangen habe ich auch mit einer Analogen Spiegelreflex Kamera, weil es für mich einfacher war alles nachzuvollziehen. Die erste Übung war der Umgang mit Blende und Zeit. Es war ziemlich spannen die Ergebnisse einige Tage später zu sehen und daraus zu lernen.
Wie empfindest du die gesamte fotografische Entwicklung? Wärst du ohne die digitale Technologie überhaupt zur Fotografie gekommen?
Momentan bin ich ja noch in der Ausbildung zur Fotografin und habe auch viel mit der analogen Fotografie in der Berufsschule zutun. Daher hätte ich wahrscheinlich auch ohne der Digitalen Welt einen Fuß in die Fotografie gesetzt.



Wie haben deine Mitmenschen deine Leidenschaft für die Fotografie wahr genommen?
Ich bin bis heute überrascht, wie viele tolle und schöne Komplimente ich bekomme und immer mehr Möglichkeiten erhalte mich zu beweisen und zu wachsen. Es hat sich nach meinem Abitur eine neue Tür für mich geöffnet und somit kann ich meine Kreativität ausleben.
Wie schwer ist es sich als Fotograf zu etablieren, um davon leben zu können?
Es ist sicherlich nicht einfach von der Fotografie leben zu können, zumal es so viele grandiose Fashion – Fotografen in Deutschland gibt, aber man muss immer sein Bestes geben und niemals daran zweifeln das es nicht genug ist, schließlich ist es nicht nur meine Arbeit sondern auch mein Hobby und meine Leidenschaft zugleich.
Fotografie Equipment ist teuer; wie finanzierst du deine Leidenschaft? Verkaufst du dein altes Equipment immer auf’s Neue?
Die teuerste Leidenschaft überhaupt. Vor allem als Azubi kann man sich kaum etwas leisten. Zu Anfang habe ich mir das meiste Equipment aus meinem Betrieb geliehen aber mit der Zeit möchte man selbständiger sein und sich nicht immer durchfragen müssen. Somit habe ich mir vor ungefähr einem Jahr eine Canon EOS 5 D Mark II gegönnt und dazu ein Teleobjektive 70 – 200. Mittlerweile besitze ich auch ein 24 – 70, dass ich mir sparsam erkauft habe.



Durch Photoshop und Lightroom werden den heutigen Fotografen keine Grenzen mehr aufgezeigt; welchen Stellenwert hat die Retusche für dich?
Die Meinungen mehrerer Fotografen teilen sich bei der Retusche. Der eine lebt von der Retusche, der andere benötigt Photoshop nur in Einzelfällen wie die Bearbeitung der Kontraste und manch anderer benutzt sie gar nicht. In den zwei Jahren meiner Fotografie ist mir heute bewusste das die Retusche in der Mode – Fotografie zum Teil sehr wichtig und notwendig ist aber in einigen Fällen belasse ich es bei der Gradationskurve. Es kommt einfach darauf an was für eine Vorstellung der Fotograf hat und was er mit dem Bild aussagen möchte. Ich persönlich lasse sogar meiner Fantasie freien Lauf und retuschiere nach Gefühl und meines Befindens.
Worin unterscheidet sich für dich Frauen & Männer Fotografie ?
Für mich gibt es da keine Unterschiede, aber ich fotografiere bis zum heutigen Tage am liebsten Frauen, weil in meinen Augen der weiblich Körper ästhetischer auf Fotos wirkt. Da ich selber eine Frau bin befasse ich mich ganz besonders mit der Modewelt und fotografiere auch Outfits die mir persönlich gefallen. Alle Outfits auf meinen Bildern habe ich meistens mit Designern zusammen gestellt und zum Teil selbst genäht.
Deine Arbeiten werden auf deinem Online Portfolio dargestellt; wie wichtig ist es für Fotografen sich im Netz zu etablieren?
Es ist eine super Werbung sich Online zu präsentieren und zu etablieren, weil dadurch natürlich ein viel größerer Bekanntschaftsgrad entsteht. Meine eigene Homepage besitze ich jetzt seit ungefähr 2 Jahren. Seit dem habe ich an vielen Fans zugenommen, die meine Arbeiten verfolgen und immer wieder kommentieren.

Welchen Stellenwert hat Facebook für Publikationen deiner Werke?
Facebook….ist mittlerweile die größte Publikation meiner Werke und eine großartige Werbung. Ich bin auch ein Mietglied dieser Community und kriege Tag für Tag neue tolle Angebote zur Veröffentlichung meiner Arbeiten. Durch Facebook bekommt man tollen Einblick in die Fotografie anderer Fotografen und teilt sich mit anderen über seine Erfahrungen aus.
Wie gefällt dir Bildervonfreunden? Gibt es Dinge die du ändern würdest?
Die Möglichkeit zu besitzen seine fotografischen Arbeiten zu präsentieren ist eine tolle Sachen und eine große Gegebenheit sich mit zu teilen. Ich bin sehr dankbar, dass ihr mich ins Boot geholt habt und bin gespannt welche Türen mir dadurch geöffnet werden.