Stefanie Sauer

Stefanie Sauer ist 22 Jahre alt, kommt aus Mannheim und arbeitet nun schon seit mehr als vier Jahren halbtags in einer Zoohandlung. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit ihrer großen Leidenschaft, der Fotografie.
Im Jahre 2008 hat sie es endlich geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen und arbeitet seitdem erfolgreich als freie Fotografin. Demnächst würde sie sich gerne in ihrem eigenen Studio wiederfinden, um neue und kreative Aufträge zu ergattern. „Die Fotografie bedeutet mir eigentlich alles. Ich kann damit ausdrücken, was ich empfinde und wie ich mich fühle. Ich liebe es einfach, das Beste aus einer Person herauszuholen und sie mit schönen Bildern glücklich zu machen. Ich probiere gerne neue Sachen aus, um mich an meine Grenzen zu bringen und um noch mehr zu lernen“, sagt die 22-Jährige.

 

 

 


Stefanie, wie lebt es sich als freie Fotografin?

Eigentlich ganz gut. Es ist toll, immer neue Menschen zu treffen und neue Erfahrungen zu machen. Es kann auch manchmal stressig sein, aber welcher Beruf ist das nicht?

 

Woher bekommst Du Deine Aufträge?

Früher habe ich immer Mädels aus meinem Freundeskreis gefragt, ob sie für mich modeln würden. Nach und nach kamen dann immer mehr Anfragen von deren Freunden, ob ich sie fotografieren würde. Mittlerweile bekomme ich eigentlich fast täglich Anfragen von Mädels, wann ich denn Zeit für ein Fotoshooting mit ihnen hätte. Ich brauche eigentlich gar nicht mehr suchen, die Mädels melden sich bei mir. Es ist toll, so oft angefragt zu werden, so weiß man, dass das, was man macht, wirklich Eindruck hinterlässt.

 

Arbeitest Du auch mit professionellen Models ?

Nein, ein professionelles beziehungsweise bekanntes Model hatte ich bisher leider noch nicht vor meiner Linse. Ich erstelle zwar oft Sedcards für Mädels, die sich als Model bewerben wollen, aber bekannt wurde bisher leider noch keine, obwohl es eine Hand voll gibt, die so talentiert sind und es verdient hätten.

 

Das heißt, dass du zum Großteil nur mit Frauen arbeitest?

Ja, das stimmt. Ich habe zwar auch schon des Öfteren Männer fotografiert, aber das ist doch eher eine Seltenheit. Außerdem wollen die meisten dann nicht, dass die Bilder veröffentlicht werden, da sie es anscheinend vor ihren Freunden peinlich finden, fotografiert worden zu sein.  Wenn, dann kommen sie nur mit ihren Freundinnen, weil diese unbedingt Pärchenbilder wollen. Diese Bilder darf ich auch meistens veröffentlichen.

 

Deine Bilder enstehen zum Großteil in der freien Natur. Was macht für Dich den Unterschied zur Studio-Fotografie aus?

Eigentlich entstehen die meisten meiner Bilder Indoor, leider! Ich muss sagen, ich mag die Indoor-Fotografie auch total, aber dort hat man leider Grenzen. Draußen ist das allerdings nicht der Fall, es gibt so viele Möglichkeiten, die man in der Natur hat. Wenn ich zum Beispiel mit meinem Auto unterwegs bin und irgendwo einen schönen Ort sehe, fängt mein Kopf schon an zu rattern, was man da denn machen könnte, welches Model dort hinpasst und so weiter. So entstehen die meisten meiner Ideen. Außerdem gefallen mir persönlich die Outdoor-Bilder mehr. Aber ich muss mich ja auch danach richten, was das Model möchte. Es geht ja schließlich darum, dass der fotografierten Person die Bilder gefallen.

 


 

Hast Du Deine Kamera immer dabei?

Nicht überall. Dafür habe ich viel zu viel Angst, dass meinem kleinen Baby etwas passiert. Ich habe sie immer dabei, wenn ich was bestimmtes vorhabe und weiß, das und das möchte ich dort und dort fotografieren. Ständig dabei habe ich nur meine kleine Kompaktkamera. Ich liebe es Schnappschüsse zu machen und alles festzuhalten, auch ohne Profikamera. Urlaubsfotos werden aber trotzdem mit meiner Kamera gemacht, auch wenn das heißt, dass sie mal mit unter Wasser oder ins Wasser genommen wird.

 

Mit welcher Kamera machst Du Deine Bilder und welches Equipment kommt zum Einsatz?

Ich fotografiere seit Ende letzten Jahres mit einer Canon 50D. Dazu habe ich die 18 – 50mm, 17 – 85mm und 50mm 1.8 Objektive. Für meine Outdoor-Shootings habe ich noch Reflektoren. Für meine Indoor-Bilder habe ich einige Baustrahler und ein Haufen Zeug für alles mögliche. Wenn ich irgendwo einkaufen bin und mir springt was ins Auge, bei dem ich denke, sowas könnte ich für’s Bildermachen gebrauchen, nehme ich das sofort mit.

 

Was machst Du an Tagen, an denen Du nicht Deine Kamera in der Hand hast?

An diesen Tagen sitze ich meist vor dem Computer und bearbeite die Bilder, die ich gemacht habe. Da ich drei- bis viermal die Woche Bilder mache, sammelt sich da immer einiges an. Die Bildbearbeitung ist einer großer Teil meiner Fotografie. Ich finde es toll, Bildern das gewisse Etwas zu verpassen. Dennoch werden meine Bilder nicht überbearbeitet. Außerdem versuche ich, an freien Tagen viel mit Freunden und Familie zu machen, die in meinem Leben mit das Wichtigste sind.

 

 

 

Teilt Deine Familie die Leidenschaft für die Fotografie?

Mein Papa hat früher viel fotografiert, von ihm habe ich meine Leidenschaft. Als ich klein war, hat er mit mir in Spanien den Sonnenaufgang fotografiert und ich fand das so toll, dass ich das irgendwann auch mal können wollte. Allerdings bin ich von der Landschaftsfotografie abgewichen und bin zur Porträt- und Fashionfotografie übergegangen. Das finde ich spannender.

 

Hast Du Dir Dein Wissen selbst angeeignet ?

Ja, ich habe mir alles selbst beigebracht. Ich habe immer alle Funktionen meiner Kamera getestet und verglichen, was passiert, wenn ich das mache und das drücke. Außerdem habe ich viel im Internet gelesen, wenn ich etwas Bestimmtes wissen wollte.

 

 

Welche Seiten besuchst Du täglich?

So gut wie täglich bin ich eigentlich auf Deviantart und Flickr unterwegs. Diese Seiten sind meine Lieblinge. Außerdem bin ich auch viel bei Facebook und Wer kennt Wen, da ich dort meine meisten Anfragen für Shootings bekomme. Blogs lese ich eigentlich nur, wenn ich viel Zeit habe. Aber dann sind das immer Fotografie-Blogs von Fotografen, die mich inspirieren und dessen Bilder ich super finde.

 

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Das ist eine schwere Frage. Ich bin nicht der große Zukunftsplaner, ich lebe mehr nach dem Motto Carpe Diem, aber wenn ich nach meinen Träumen gehen würde, sehe ich mich in einem eigenen Fotostudio und  mit einem Vertrag bei einer Agentur. Ohne einen Traum hat das Leben keinen Sinn.

Für weitere Infos: Stefanie Sauers Portfolio